Ich hatte schon viel von Ubuntu, oder Linux im Allgemeinen, gehört. Trotzdem war ich bis zu meinem ersten Kontakt immer davon ausgegangen, dass das nichts für mich war. Das gibt es bestimmt nur in englischer Sprache und ist kompliziert in der Bedienung und sowieso nichts für mich. Die typischen Vorurteile, die man als Nichtkenner hat.
Irgendwann jedoch hat mich die Geschwindigkeit meines bis dahin genutzten Betriebssystems nicht mehr überzeugt. Gut, es war ein Single-Core Prozessor, allerdings wollte ich da noch mehr herausbekommen. Also habe ich mich mal näher informiert und bin, wie genau weiß ich heute nicht mehr, auf Ubuntu gestoßen. Die Live-CD war schnell gebrannt und ich auch relativ überzeugt von dem für mich neuen System, welches direkt von CD starten konnte, was für mich ebenfalls neu war. Selbst beim Betrieb von der CD lief alles schon schneller als sonst. Das muss kurz nach dem Release der Ubuntu Version 09.04, also im April/Mai 2009, gewesen sein. Danach jedoch verlor ich das ganze wieder für einige Zeit aus den Augen.
Nach dem Release der darauffolgenden Version, 09.10, im Oktober 2009, las ich in den Weiten des Internets davon und wollte das ganze nun auch mal näher kennenlernen und beschloss, Ubuntu auf meinem Rechner zu installieren. Also fluchs runtergeladen, auf CD gebrannt, die wichtigsten Daten kurz gesichert, neu gestartet und von CD gebootet. Die Installation war für mich damals als unerfahrenen User schon einfach und ich schaffte es, Ubuntu neben meinem anderen Betriebssytsem auf einer alten 8GB IDE Festplatte zu installieren, die ich hierfür extra noch aus dem Keller geholt und eingebaut hatte. Ich hatte mich auch vor der Installation nicht großartig vorher informiert, wie es danach mit beiden Betriebssystemen beim Start laufen würde, welches gestartet würde, etc, etc.
Wenn ich nicht unbedingt Fußball am PC spielen, sondern einfach nur ein bisschen Textarbeit erledigen und im Web surfen wollte, startete ich dann regelmäßig mein neues System. Jedoch konnte ich mich dort noch nie zum entgültigen Umstieg durchringen. Als ich in dem Schuljahr, in dem ich eine Berufsfachschule mit Schwerpunkt Informatik besuchte, einen Lehrer im Fach Fachpraxis hatte, welcher auch in dem Schuljahr auf seinem Arbeitsrechner in seinem Unterrichtsraum entgültig auf Ubuntu umgestiegen war, kam ich mit diesem des öfteren darüber ins Gespräch. Zu Weihnachten 2009 schenkte ich mir dann selbst einen neuen Rechner und alles, was dazu gehört, jedoch landete Ubuntu auf diesem PC auch nicht von Anfang an, sondern auch erst später. Aber auch dann stieg ich seltsamerweise noch nicht ganz um.
Mit dem Erscheinen von Ubuntu 10.04 LTS im April 2010 kam mir schon mehr der Gedanke nach dem Umstieg, jedoch erst mit der Version 10.10 im Oktober 2010 nahm ich mir dies dann ganz fest vor und informierte mich ausgiebig über das System, was ich dann nutzen wollte. Welche Programme stehen mir für den alltäglichen Gebrauch zur Verfügung, wie ist das System aufgebaut. Ich nutzte Ubuntu immer öfter, bis ich es dann noch einmal komplett neu mit einer separaten Home-Partition installierte. Inzwischen startete ich überwiegend Ubuntu, alles andere auf meiner Festplatte wurde zwar nicht mehr allzu häufig verwendet.
Seit dem Erscheinen der ersten Beta von Ubuntu 11.04 Natty Narwhal habe ich mein System auf diese Version upgegraded. Ich kann jedem Interessierten die Installation von Ubuntu nur empfehlen! Es ist einfach in der Bedienung und man kommt Größtenteils auch ohne die häufig unbeliebte Konsole aus, wenn man diese nicht nutzen möchte. Mein Umstieg hat zwar lange gedauert, aber ich bereue ihn keines Falls! Bloß keine Hemmungen, auf geht’s!
Bildquelle: Canonical Design Blog. (Link / Direktlink)


Na, da hast Du es ja nun doch geschafft
Schön zu hören…!