Schon etwas länger ist es her, dass wir uns mit dem Clemens Boehncke Quartet trafen, um ein paar Songs aufzunehmen. Es war ein Mittwochabend, wir waren im Keller unseres Pianisten verabredet, in dem ein kleines Tonstudio untergebracht ist. Während des ganzen Abends führte ich ein kleines Studiotagebuch, was auch ein paar lustige Punkte enthielt. Viel Spaß beim Lesen!
18 Uhr: Es geht los, Bene und Jojo treffen ein. Der Kontrabass wird in den Keller verfrachtet, das Schlagzeug zu dritt aus dem Auto geladen.
18.50 Uhr: Die Studiokopfhörer haben leider einen kleinen Schaden und müssen noch gelötet werden. Doch selbst das ist kein Hindernis, fünf Minuten später ist alles erledigt.
18.55 Uhr: Bene setzt sich ans Schlagzeug, während Patrick das Aufnahmeprogramm im Nachbarraum einrichtet.
18:57 Uhr: Die Tests beginnen, zunächst wird nur die Bassdrum des Sets getestet. Da der Eigenbau zum Abnehmen dieser nicht mehr funktioniert, geht es direkt mit der Snare Drum weiter.
19.03 Uhr: Das Signal ist zu schwach, eine Schraube am Mikrofonständer hielt nicht fest genug, sodass das Mikrofon nach unten rutschte.
19.05 Uhr: Nun trifft auch Sänger Max ein und bringt viel gute Laune mit.
19.08 Uhr: Wie es immer so ist, funktioniert ein Kabel nicht. Das wird ausgetauscht, während Max und Bene die Kopfhörer erneut löten, da wieder nur die linke Seite funktioniert.
19.11 Uhr: Patrick kehrt mit einem anderen Kabel zurück und trägt in der anderen Hand Getränke und Gläser.
19.16 Uhr: Auf ein Neues werden die Kopfhörer getestet, neben des Orangensafts werden Diät – Chips zum Knabbern gereicht.
19.25 Uhr: Weiter geht es mit der Einrichtung des Aufnahmeprogramms, während das erste größere Problem auftaucht: Max findet an seinem Hals zwei Mückenstiche! Über diese muss sich natürlich erstmal ausführlich ausgelassen werden, bevor es weitergehen kann. Der Kopfhörer funktioniert nun wieder nur noch auf einer Seite, Patrick fordert zum weiteren Reparaturvorgang einen Schlüssel an.
19.29 Uhr: Nun geht es an das Testhören der ersten Probeaufnahmen des Schlagzeugs. Eine Soundkarte des PCs versagt, während Bene meint, er habe das doch niemals gespielt.
19.30 Uhr: Ausnahmsweise gibt es mal Besuch im Keller. Patricks Schwester holt aus dem Nebenraum etwas zu trinken.
19.31 Uhr: Weiter geht es mit Probeaufnahmen.
19.35 Uhr: Nun wird auch endlich der Kontrabass ausgepackt und Jojo baut sich damit vor dem Røde Mikrofon auf.
19.55 Uhr: Nach wie vor gibt es noch keine richtige Aufnahme, jedoch erzählt Max einen Flachwitz während er seine Geige auspackt und ein Blues in G vereinbart wird.
20.20 Uhr: Die erste Aufnahme landet im Papierkorb.
20.32 Uhr: Auch mit der nächsten Aufnahme ist niemand zufrieden, weswegen beim Anhören ein paar lustige Wörter reingerappt werden.
20.38 Uhr: Die Lage ist kritisch, Max findet einen weiteren Mückenstich.
20.52 Uhr: Bei der Aufnahme eines Blues in B wird in das Kontrabasssolo spontan ‘In The Hall Of The Mountain Jazz’ eingebaut.
21.08 Uhr: Während wir noch ein bisschen spielen, holt Patrick seine Kamera und schießt mehrere Fotos. Nach diesen verlässt Max das Studio und macht sich auf den Heimweg.
21.19 Uhr: Im Studio macht sich langsam aber sicher die Müdigkeit breit. Die Füße meckern vom langen Stehen, somit wird eine Sitzpause bei Orangensaft und Diät – Chips eingelegt.
21.23 Uhr: Weiter geht es damit, den Kontrabass wieder in seine Tasche zu verfrachten und das Schlagzeug reisefertig zu machen.
21.30 Uhr: Nachdem die Gesprächsthemen noch einmal auf Tschaikowski, Mozart und Beethoven gewandert sind, ist Feierabend für den Abend.
21.53 Uhr: Nun sitzen auch Bene und Jojo im Auto und fahren heim.
Auch wenn der Abend nicht sehr produktiv und Clemens wegen des Besuchs der Fahrschule verhindert war, hatten wir sehr viel Spaß und einen netten Abend.
Ein lieber Dank geht an Sara Azizi, die das Foto für diesen Beitrag geschossen und zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank!

