In der Adventszeit ist Weihnachtsmarkt und dort ist meist auch Musik zu hören. So war auch ich an einem Adventssamstag 2009 mit einer Jazz-Combo unterwegs, um auf dem Weihnachtsmarkt in Stadthagen zu musizieren. Der Auftrittsort war recht schön und die Bühne recht klein, was bei den Temperaturen aber auch nicht gerade schlimm war, so blieb die Wärme wenigstens dort. Man war ein bisschen gestresst, da zwei der fünf Musiker kurzfristig erkrankt waren und man somit noch Ersatz finden musste, was jedoch auch noch rechtzeitig klappte. Angefangen hatten wir eher spontan dadurch, dass mein Bruder Bene am Piano begann, Jingle Bells ein wenig verjazzt zu spielen. Nach und nach stiegen alle ein, womit die Eröffnung spontan und mit viel Spaß geglückt war. Man konnte viele Zuhörer begeistern, doch ohne Pause ging es nicht und somit gönnten wir uns eine kurze.
Nachdem es nun weitergehen sollte, einer der Musiker allerdings noch fehlte, ging ich schonmal wieder auf die Bühne, um meinen Kontrabass, der die Pause unter Wolldecken verbracht hatte, wieder klar zu machen. Während ich noch ein bisschen am Tonabnehmer justierte, kamen dann ein Opa und sein Enkel auf mich zu. Der ältere Herr sprach mich nett an, meinte, sie hätten uns noch nicht gehört, wann wir denn weitermachen würden und sein Enkel hätte auch noch nie einen Kontrabass gehört, ob ich den mal anstreichen könnte. Die freudige Nachricht, die ich ihm überbringen konnte war die, dass es gleich weitergehen würde, die schlechte, die ich ihm leider nicht enthalten konnte war die, dass ich keinen Bogen zum Streichen dabei hatte. Das erstaunte Gesicht des Mannes hätte man in einem Foto festhalten sollen.

Das ist ja eine nett beschriebene Geschichte – ich war an dem Tag im Publikum, es war total kalt, also ich hatte eisigkalte Füsse, aber die Musik war gut!!